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PERSON
Susan Ivanova
Susan Ivanova Promo
Commander Ivanova 2260
Spezies: Mensch
Geschlecht: Weiblich
Geboren: 30. August 2225
Gestorben: Unbekannt
Haarfarbe: Braun
Augenfarbe: Blau
Größe: 174 cm
Gewicht: 62 kg
Organisation: Erd-Allianz
Titel: Stellvertretende Kommandantin
Stationiert Auf: BABYLON-5
Beruf: Offizer der Erd-Allianz
Rang: Commander
Insignien:
B-o5
Insignien:
U-d-c3
Ehepartner: Keinen
Kinder: Keine
Mutter: Sophie Ivanova
Vater: Andrei Ivanov
Geschwister: Ganya Ivanov

Susan Ivanova war ab 2258 der Erste Offizier an Bord der Raumstation BABYLON-5, zunächst unter Commander Jeffrey David Sinclair, ab 2259 unter Captain John Sheridan. Sie spielte eine herausragende Rolle im Kampf gegen die Schatten und dem Bürgerkrieg gegen die Diktatur von Präsident Morgan Clark.


Charakter

Ivanova ist sehr stolz auf ihr russisches Erbe und loyal zu Freunden und der Erde eingestellt, die sie bedingungslos verteidigen würde. Ihre oftmals pessimistische Art und die manchmal schroffen, aber nie verletzenden Umgangsformen führt sie ebenfalls auf ihr Erbe zurück ("Ich bin Russin - vielleicht liegt es daran."). Ihre Erfahrungen mit Liebe - auch im familiären Sinn - haben sie gezeichnet, so weit, dass sie glaubt, jede Liebe bliebe unerwidert.

Sie erkennt in ihren Kameraden auf BABYLON-5, vor allem Sheridan und Garibaldi, ihre wahren Freunde und baut zu diesen beinahe familiäre Verhältnisse auf, die ihr im Lauf der Zeit auch die Fähigkeit zurückgeben, jemandem zu vertrauen. Sie verbirgt ihre diesbezügliche Unsicherheit zu Anfang hinter einer geschäftigen und formellen Fassade. Für ihre Freunde ist sie auch bereit, die Regeln der Erdstreitkräfte zu beugen und sogar zu übertreten. Ivanova besitzt einen trocken, zum Fatalistischen und manchmal Zynischen neigenden Humor.


Leben

Kindheit und Jugend

Susan Ivanova wurde am 30. August 2230 in Sankt Petersburg im Russischem Konsortium als Tochter von Andrei und Sophie Ivanov geboren. Sie war die jüngere Schwester von Ganya Ivanov. In ihrer Kindheit wurde sie von ihrem Vater "dushenka moya" genannt, was in etwa "kleine Seele" bedeutet. Zu dieser Zeit war Andrei eng mit Rabbi Koslov befreundet, der auch Susans Leben lange begleiten sollte.

Ivanovas Mutter war eine Telepathin, was die Familie lange Zeit vor dem PSI-Corps verheimlichen konnte, indem sie oft den Wohnort wechselte. Nur ihre Familienmitglieder wußten davon, so auch Susan, mit der Sophie oft telepathischen Kontakt aufgenommen hat. An Sofies fünfunddreißigsten Geburtstag jedoch erkannte das Corps die Wahrheit und stellte Sofie vor die Wahl, entweder dem Corps beizutreten, ins Gefängnis zu gehen, oder starke Medikamente zu nehmen, welche die telepathische Gabe unterdrücken sollten. Sofie entschied sich für letzteres. In den folgenden zehn Jahren kam jede Woche ein Mitarbeiter des Corps und verabreichte ihr das Mittel, das Sofie langsam aber beständig jedes "Leben in ihren Augen" verlieren ließ. Schließlich beging sie Selbstmord. Dieses Erlebnis zeichnete Susan für den Rest ihres Lebens.

Als sie dreizehn Jahre alt war, entwickelte Susan eine Leidenschaft für den russischen neo-kommunistischen Autor Kasharev. Andrei wurde zu einer Lesung des Autors eingeladen, wollte aber nicht daran teilnehmen, da er Kasharev für "persönlich verantwortlich für den Niedergang der russischen Kultur" hielt. Susan aber konnte ihn nach langer Zwistigkeit überzeugen, sie doch dorthin mitzunehmen. Tagelang bereitete sie eine Frage vor, mit der sie ihr Idol beeindrucken wollte. Als es so weit war, antwortete Kasharev auf Susans Frage, dass diese "unheimlich dumm sei und er keine Veranlassung sehe, auf die Frage einer burgeoisen Göre zu antworten, die kaum aus den Windeln heraus sei". Susan war wie vor den Kopf geschlagen, aber ihr Vater stand auf und wies Kasharev mit den Worten zurecht, dass seine Tochter "weder burgeois, noch eine Göre" sei, und dass sie abgesehen davon "aus den Windeln schon seit vielen Jahren heraus" war. Kasharevs Werke hingegen hätten nicht einmal den Wert dessen, was man in einer Windel finden würde. Später tröstete er seine Tochter und erklärte ihr, dass es indes eine sehr gute Frage gewesen sei.

Wenig später brach der Erd-Minbari-Krieg aus. Susans Bruder Ganya trat den Erdstreitkräften bei. Kurz vor seinem Aufbruch gab sie ihm einen der beiden Ohrringe, welche sie verloren und die er wieder gefunden hatte, als Glücksbringer. Etwa ein Jahr später fiel Ganya im Krieg, und Susan schwor sich, den verbliebenen Ohrring für immer als Erinnerung zu tragen.

Ihr Vater Andrei konnte den Tod seiner Frau und ihres Sohnes niemals überwinden. Als auch Susan den Erdstreitkräften beitrat, entstand eine Kluft zwischen ihm und seiner Tochter, die sich erst kurz vor seinem Tod wieder schließen sollte.


Frühe Karriere

Ivanova beendete ihre Ausbildung bei den Erdstreitkräften im Jahr 2249 und war danach für kurze Zeit zusammen mit John Sheridan auf der Transferstation Io stationiert. Im Jahr 2258 wurde sie als Nachfolgerin von Laurel Takashima nach BABYLON-5 versetzt. Bis dahin hatte sie auch über hundert Stunden Kampfflugerfahrung gesammelt.


Auf Babylon 5

Als Stellvertreterin von Commander Sinclair war Ivanova vor allem für den laufenden Betrieb der Station verantwortlich und führte ein strenges Regiment an Bord der Station. 2258 tauchte ihr früherer Lebensgefährte Malcolm Biggs auf, entpuppte sich jedoch als Angehöriger der fremdenfeindlichen Untergrundorganisation Homeguard. Sie half, die Mitglieder der Organisation zu stellen und vereitelte ein Attentat auf die außerirdischen Botschafter der fünf großen Regierungen auf der Station. Wenig später erfuhr sie, dass ihr Vater im Sterben lag. Über den Goldkanal sprach sie einige Male mit ihm, legte den seit langem schwelenden Konflikt bei. In diesem Jahr entdeckte sie auch zusammen mit Sinclair die Große Maschine auf dem Planeten Epsilon 3.

Ein Jahr später begann Captain Sheridan, sie in den diplomatischen Dienst einzuweisen. Sie sammelte ihre ersten Erfahrungen, als sie den Streit zwischen den Grün- und Purpur-Drazi beilegte, wurde dabei jedoch verletzt. Kurze Zeit später betreute sie den Botschafter der Lumati, um ihn dazu zu bewegen, einen Vertrag mit der Erdallianz zu schließen. Sie war jedoch entsetzt, als sie erfuhr, dass bei den Lumati Sex zum Abschluß eines Vertrages gehört, allerdings fand sie eine sehr individuelle Lösung für das Problem.

In dieser Zeit überwand sie zum Teil auch die von ihren Jugenderlebnissen geprägte Scheu vor Telepathen und begann eine Freundschaft mit Talia Winters, die jedoch abrupt durch deren Enttarnung als Spion des Psi-Corps beendet wurde. Auch enthüllte sie gegenüber Captain Sheridan, dass sie selbst eine latente Telepathin war.

2260 fand sie mit Hilfe der Großen Maschine auch den Beweis dafür, dass Präsident Clark verantwortlich für den Tod seines Vorgängers Luis Santiago war. Daraufhin spielte sie eine wichtige Rolle bei der Verteidigung der Station gegen Clarks Truppen und der darauffolgenden Lossagung der Station von der Erd-Allianz. Ende des Jahres übernahm sie nach Sheridans Aufbruch zum Planeten Z´ha´dum vorübergehend das Kommando über die Station und bereitete zusammen mit Botschafterin Delenn den Kampf gegen die Schatten vor. 2261 wurde sie in der großen Schlacht gegen Clark schwer verletzt, als ihr WHITE STAR-Schiff gegen ein Trümmerstück prallte. Marcus Cole, ein Anla´Shok (Ranger), mit dem sie seit zwei Jahren eine Art Haßliebe verband, opferte sein Leben, um sie mit Hilfe eines außerirdischen Gerätes heilen zu können. Dieser Verlust rief tiefe Bitterkeit in ihr hervor. Captain Sheridan beförderte sie in seiner letzten Amtshandlung zum Captain und ließ sie auf ein Schiff der WARLOCK-KLASSE versetzen.

Jahre später wurde sie zum General befördert und sah sich mit einem wenig fordernden Schreibtisch-Job auf der Erde konfrontiert, der ihr wenig mehr als repräsentative Aufgaben überließ. Als Sheridan 2281 starb, übernahm sie auf Delenns Bitte hin als neuer Entil´Zha die Führung der Anla´Shok.


Sonstiges

Telepathie

Bedingt durch ihre Erfahrungen mit ihrer Mutter und dem PSI-Corps hegt sie großes Mißtrauen, ja sogar Hass gegenüber Telepathen, was sie nur langsam ablegen kann. Sie selbst hat eine schwach telepathische Veranlagung (vermutlich nicht einmal Stufe P1) und erlebte vor allem mit ihrer Mutter telepathische Kontakte in ihrer Kindheit. Sie kann erkennen, wenn sie gescannt wird und einen solchen Scan abblocken, versucht aber unter allen Umständen, dies zu verheimlichen, um nicht das tragische Schicksal ihrer Mutter teilen zu müssen. Ivanova ist nicht bereit, sich von einem Telepathen scannen zu lassen. Um dies zu umgehen, ist sie sogar bereit von ihrem Posten bei den Erdstreitkräften zurückzutreten.


Beziehungen

Eine ihrer wenigen Liebesbeziehungen erlebte sie mit Malcolm Biggs, der sich jedoch Jahre später als Rassist und Angehöriger der Homeguard entpuppte. Abgesehen davon lebte sie meist das Leben eines Einzelgängers. Mit Talia Winters verband sie für kurze Zeit eine engere Beziehung. Ebenso brachte ihr der Ranger Marcus Cole tiefe Gefühle entgegen, die sie jedoch unfähig zu erwidern war. Als dieser ihr das Leben rettete und sich dabei selbst opferte, wurde ihre Bitterkeit nur noch größer.


Persönliches

Ivanovas Dienstnummer lautet Z48M27-Epsilon, ihr Sicherheitscode GRIFFIN.